Aktuelles
Begleitprogramm
Infos für Verlage
Archiv
Kontakt/Impressum
Datenschutz
Das Programm ist fertig und im Druck.
Es kann als PDF hier heruntergeladen werden.

Änderungen zum gedruckten Programm werden mit einem Titel in ROT angezeigt.

Messeöffnungszeiten:

Freitag: 19 bis 22 Uhr
Samstag: 10 bis 22 Uhr
Sonntag: 10 bis 15 Uhr

Freitag, den 2. November 2018

19:00 Uhr, LAB

Eröffnungsveranstaltung - 68' da war doch was

Podium und Diskussion mit Ulrike Heider, Werner Seppmann und Karl-Heinz Dellwo

50 Jahre ist es nun schon her, dass 1968, ein weltweites Aufbegehren gegen die bestehende kapitalistische Ordnung, für Schlagzeilen und so mancher Orts
auch erschrockene Reaktionen der herrschenden Klasse sorgte. Angesichts des Jubiläums bieten uns Teile der bürgerlichen edienlandschaft einmal mehr ihre Interpretation der Dinge. Ehemalige AktivistInnen und Mitläufer, die meisten von ihnen schon vor Jahren in den sicheren Schoß einer bürgerlichen Existenz zurückgekehrt, präsentieren einmal mehr ihre meist die Ereignisse stark verzerrende Sicht der Dinge. Ihre Sicht ist interessengesteuert und deutet das Geschehen meist im Sinne bürgerlicher Ideologie. Ihre Bereitschaft zur Verzerrung und Uminterprätation der "eigenen" Geschichte war und ist Voraussetzung für gut dotierte Jobs und Karrieren, die die Betreffenden sich seit Jahrzehnten durch die andauernde Unterwerfung erkaufen. 50 Jahre nach den Ereignissen wollen wir uns deshalb in unserer Eröffnungsveranstaltung selbst des Themas 68`annehmen, den Dingen auf den Grund gehen, uns auf Spurensuche begeben. 68´wie kam es dazu, was waren die gesellschaftlichen Voraussetzungen der Revolte. Waren die 68er wirklich nur eine
Studentenbewegung? Wer waren die AktivistInnen, um was ging es diesen, was waren die Themen der Zeit und die Ziele der Bewegung. Wie waren sie organisiert, wie sahen die Aktivitäten aus und wie die Reaktion des Staates? Was wurde erreicht und wie entwickelte sich das ganze in den Jahren danach weiter? Um all diesen Fragen nachzugehen haben wir für unser Podium drei bis heute in der Linken Bewegung aktive Zeitzeugen eingeladen.

Es referieren und diskutieren:

Ulrike Heider: studierte Politik und Germanistik und lebt als Schriftstellerin in Berlin und New York, sie schreibt u.a. über ihre Erfahrungen, über Spontiszene und Hausbesetzungen, über die Schüler- und Studentenbewegung, Anarchismus, afroamerikanische Politik und Sexualität. Bis heute hält sie an der Vision einer herrschaftsfreien Gesellschaft fest.

Werner Seppmann: studierte, nach dem zweiten Bildungsweg, Sozialwissenschaften und Philosophie. Er arbeitete u.a. mit Leo Kofler. Politisch engagiert war er stets, u.a. als Mitherausgeber der Marxistischen Blätter, im Projekt Klassenanalyse, als Vorstand der Marx - Engels - Stiftung und Aktivist der DKP. Er beschäftigt sich u.a. mit Ideologiekritik.

Karl Heinz Dellwo: u.a. kaufmännischer Lehrling, Seemann, Aushilfsfahrer und Briefträger. Er war Mitglied des Komitees gegen die Isolationsfolter, Hausbesetzer, Aktivist der Stadtguerillagruppe RAF. Nach seiner Festnahme 1977 zu zweimal Lebenslänglich verurteilt wurde er 1995 auf Bewährung entlassen.
Heute ist er als Autor und Verleger aktiv.

VeranstalterIn: Linke-Literaturmesse
 

Samstag, den 3. November 2018

12:00 Uhr, LAB
Wolfgang Pomrehn

Das ist unsere Welt

Kurz vor den Internationalen Klimaschutzverhandlungen in
Katowice ist die Bundesregierung in schwierigem Fahrwasser.
Seit an Seit mit RWE lässt sie im Hambacher Forst die
junge Protestbewegung niederknüppeln, um den Braunkohleabbau
für den Multi zu sichern. Zugleich sieht sie sich als
Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Die Verlogenheit kann
nicht größer sein. Dagegen hilft nur mehr Druck von unten
für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Blockade
von Wind- und Solarenergie.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt & Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung
 
12:00 Uhr, Kleiner Saal
Kurt Baumann, Gerrit Brüning (Hg.)

Die Novemberrevolution 1918/19. Ereignis, Deutung, Bedeutung

November 1918 – innerhalb kürzester Zeit wehen rote Fahnen über den meisten Städten Deutschlands. Für die kriegsmüde Arbeiterbevölkerung war die Revolution die Möglichkeit, sich Krieg und Imperialismus entgegenzustellen.
Ihr Platz in der Geschichte, ihre Akteure und ihr Nachleben werden in diesem Band beschrieben

VeranstalterIn: Marx-Engels-Stiftung & Neue Impulse Verlag
 
12:00 Uhr, Ideenreich
Lou Marin, Guillaume Gamblin, Pierre Sommermeyer (Hg.)

Im Kampf gegen die Tyrannei

Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen im arabischislamischen Raum: Syrien 2011-2013 und Sudan 1983-1985
Der erste Teil dokumentiert die syrische gewaltfreie Massenbewegung 2011 bis 2013. Der Frauenwiderstand, die Rätebewegung und die Syrische Bewegung für Gewaltfreiheit dominierten die Aktionen, bevor die Gründung der Freien Syrischen Armee die Revolte in Islamismus und Bürgerkrieg führten.
Der zweite Teil informiert über die gewaltfreie Massenbewegung im Sudan von 1983 bis 1985, der es gelang, eine islamistische Militärdiktatur zu stürzen.

VeranstalterIn: Verlag Graswurzelrevolution
 
12:00 Uhr, Aktionsraum
Alexander Neupert-Doppler

Konkrete Utopien. Unsere Alternativen zum Nationalismus

Care-Revolution, Computer-Sozialismus, Demokratischer Konföderalismus, Kommunismus 2.0, Kommende Nachhaltigkeit, No Border, Recht auf Stadt, Post-Wachstum, Solidarity-Cities, Sozialistische Erziehung... Welche utopischen Ideen und Ansätze sind mit diesen Begriffen aus aktuellen politischen Debatten verbunden?
Dazu kommen hier Menschen aus kritischer Wissenschaft und politischen Bewegungen, aus Netzwerken, Gewerkschaften, Verbänden und Organisationen zu Wort, die etwas zur Frage nach konkreten Utopien heute beizutragen haben.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
12:00 Uhr, Kind & Kegel
Julian Bierwirth

Solidarität und Kollektivität in der Postmoderne

Innerhalb der traditionellen ArbeiterInnenbewegung waren Solidarität und kollektive Organisierung die Folge eines gemeinsamen Interesses: dem Kampf gegen die Unterordnung unter das Kapital. In eitgenössischen linken Diskursen wird von vielfältigen Herrschaftsverhältnissen ausgegangen.
Dafür gibt es gute Gründe, es stellt sich jedoch die Frage nach den Grundlagen solidarischer Organisierung heute.

VeranstalterIn: ThUg - Theorie und Ungeduld. Magazin für linke Theorie und Debatte bei den Falken
 
13:00 Uhr, LAB
Werner Seppmann

Es geht ein Gespenst um in Europa

Rechte Mobilisierung zwischen Populismus und Neofaschismus. Linke Alternativen.
Linke Erwartungen, dass die nun schon seit zwei Jahrzehnten währenden Krisentendenzen sich politisch niederschlagen würden, sind eingetreten. Enttäuscht wurden jedoch die Hoffnungen, dass solche Reaktionen eine progressive Grundtendenz aufweisen würden. Denn die „Protestwähler" sammeln sich hinter der Fahne einer angeblichen „Alternative für Deutschland" (AfD). Viele Menschen bis in die „Mitte" hinein sind sozial verunsichert und die rechtspopulistischen Kräfte haben es verstanden, den Eindruck zu erwecken, ein „offenes Ohr" für die verbreiteten Sorgen und Ängste zu haben.

VeranstalterIn: Mangroven Verlag
 
13:00 Uhr, Kleiner Saal
Tobias Müller

Hier draußen an der Grenze. Repressive Elendsverwaltung auf europäischen Migrationsrouten

Tobias Müllers Reportagen beschreiben die Auswirkungen einer Migrationspolitik, die vor allem repressive Elendsverwaltung betreibt. An verschiedenen Schauplätzen im Norden und Süden, Osten und Westen des Kontinents – von der Nordsee bis nach Lampedusa, von Calais bis nach Tovarnik in Kroatien – reproduziert sich dieser Zustand selbst: Nimmt die Repression an einem Ort besonders zu, verlagert sich das Geschehen an einen anderen, um später zurückzukehren.

VeranstalterIn: VSA Verlag
 
13:00 Uhr, Ideenreich
Gisela Notz

Feminismus

Feminismus gilt Gisela Notz als politische Theorie, soziale Bewegung und wissenschaftliche Disziplin. Seine zahlreichen, zum Teil auch gegenläufigen Strömungen, die die Rechte der Frauen widerspiegeln, macht sie mit einem Gang durch die Geschichte erfahrbarer. Und es geht um den Stand der feministischen Bewegung, die wieder spürbar Zulauf erhält.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
13:00 Uhr, Aktionsraum
Werner Schweikert

Zeitgeist 2018: Gehässiger Nationalismus

Die verrückte Schuldzuweisung, die paar hunderttausend Flüchtlinge im 80-Millionen-Volk seien an allem schuld, was im Land schlecht läuft, kommt inzwischen nicht mehr von Pegida und anderen Neonazis, sondern aus dem Mund höchster Repräsentanten der Republik: „Die Migration ist die Mutter aller Probleme“ sagt Innenminister Seehofer – und macht sich damit nicht unmöglich.
Wie das? Wie muss man denken, wie die Welt sehen, damit man das glaubt? Unsere Zeitschrift und der Kurzvortrag kritisieren und erklären diesen deutschen Geist, der mehrheitsfähig geworden ist.

VeranstalterIn: GegenStandpunkt Verlag
 
13:00 Uhr, Kind & Kegel
Pia Klemp

Allmende und Schrebergarten

Was tun gegen Lebensmittelkonzerne
Pia ist Kapitänin auf einem NGO-Schiff im Mittelmeer, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Sie liest aus ihrem ersten Buch „Allmende und Schrebergarten“ Die Allmende (Gemeingut) steht in ähnlichem Gegensatz zum Schrebergarten wie die Studentin Anja zu dem Kriminalpolizisten Bernd. Anja wird fast verrückt vor Wut über die globale Großindustrie, die das Gemeingut „Wasser“ den armen Bewohnern Südamerikas wegnimmt, so dass sie beschließt, zu handeln…

VeranstalterIn: Edition Contra-Bass
 
14:00 Uhr, LAB
Karl-Heinz Dellwo, Achim Szepanski, J. Paul Weiler

Riot. Was war da los in Hamburg?

Theorie und Praxis der kollektiven Aktion
Der Titel eines Beitrages von Karl-Heinz Dellwo drückt die dem Buch zugrunde liegende Haltung aus: Nicht distanzieren.
Gewöhnlich wird der Riot lediglich im Kontext von Gewalt und Mangel thematisiert, während er doch die Erfahrung eines Anderen anzeigt: Der Augenblick, an dem der Riot das polizeiliche Management der Situation sprengt und sich von der ermüdenden Regelhaftigkeit des alltäglichen Lebens entfernt. Der Riot ist folglich ein Teil der Kämpfe der Entrechteten und Verarmten auf der ganzen Welt.

VeranstalterIn: Laika Verlag
 
14:00 Uhr, Kleiner Saal
Volker Hermsdorf

Fidel Castro

Fidel Castro hat sein Land und die Welt verändert. Er war zugleich Visionär, pragmatischer Revolutionär, Stratege und Staatsmann, den eine für Politiker ungewöhnliche Einheit von Denken und Handeln auszeichnete. Volker Hermsdorf schildert die Herausbildung der politischen Persönlichkeit Fidels und beschreibt die Entwicklung seines Denkens.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag & Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba
 
14:00 Uhr, Ideenreich
Bernd Hader

Verschwörungstheorien

Ursachen - Gefahren - Strategien
Der Autor zeigt anhand weit verbreiteter Verschwörungstheorien, wie diese funktionieren, welche Bedürfnisse dabei bedient werden und warum es so schwierig ist, die Anhänger davon zu überzeugen, dass sie falsch liegen. Am Ende wissen wir, welche Fragen an eine Theorie oder einen Erklärungsansatz gestellt werden müssen, um entscheiden zu können, ob wir es mit berechtigter Kritik an vorherrschenden Auffassungen und Verhältnissen zu tun haben oder mit einer Verschwörungstheorie, die auf „alternativen Fakten“ basiert und einer Überprüfung nicht standhält.

VeranstalterIn: Alibri Verlag
 
14:00 Uhr, Aktionsraum
Thomas Fatzinek

Die Schönheit der Verweigerung

Der neue Band von Comic-Meister Tom Fatzinek befasst sich mit Krieg, KZ und Widerstand im Salzkammergut und dem Ausseer Land, an den Grenzen Bayerns. Er liefert biographische Skizzen und kleine Geschichten über die „PartisanInnen der Berge“. Neben dem populären Sepp Plieseis würdigt er die weniger bekannten Heldinnen wie Marianne Feldhammer, Agnes Primocic oder Maria Ehmer. Er erzählt vom KZ Ebensee, vom „Igel“, dem Versteck der Verfolgten im Toten Gebirge, und von seinen BewohnerInnen: von jenen, die lieber ein Leben in Fels, Eis und Schnee und steter Todesgefahr führten, als sich den Nazis zu beugen.

VeranstalterIn: bahoe books
 
14:00 Uhr, Kind & Kegel
Tobi Rosswog

After Work

Radikale Ideen für eine Gesellschaft jenseits der Arbeit
Jede Woche über 40 Stunden im Büro und montags schon dem Wochenende entgegenfi ebern – ein erfülltes Leben sieht anders aus. Doch trotzdem ist eine Welt ohne (Lohn-) Arbeit für viele nicht vorstellbar. Aber ist sie wirklich alternativlos? In seinem Buch hinterfragt Tobi Rosswog kritisch dieses Konzept und lädt zum Austausch ein, andere Wege zu gehen.

VeranstalterIn: oekom Verlag
 
15:00 Uhr, LAB
Georg Fülberth

Friedrich Engels

Georg Fülberth arbeitet die Bedeutung von Engels heraus, indem er belegt, dass dieser zur gesellschaftswissenschaftlichen Revolution des 19. Jahrhunderts gleichermaßen beitrug wie Karl Marx: zur Ersetzung der idealistischen Geschichtsauffassung durch die materialistische. Zugleich war Engels – mehr noch als Marx – einer der ersten »Operativen Intellektuellen«.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
15:00 Uhr, Kleiner Saal
Ingrid Artus stellt vor: Katharina Karcher

Sisters in Arms – Militanter Feminismus in Westdeutschland seit 1968

Linke Feministinnen haben sich in der Studentenbewegung früh zu Wort gemeldet. Viele gingen über die Forderungen nach gleichen Rechten für Frauen und Männer hinaus. Sie stellten kapitalistische wie patriarchale Verhältnisse grundlegend in Frage. So manche waren davon überzeugt, dass allein mit gewaltfreien Mitteln der Kampf nicht zu gewinnen sei.

VeranstalterIn: Assoziation A
 
15:00 Uhr, Ideenreich
Renate Dillmann, Arian Schiffer-Nasserie

Der soziale Staat. Über nützliche Armut und ihre Verwaltung.

Ökonomische Grundlagen | Politische Maßnahmen | Historische Etappen
Sozialpolitik ist nicht eine unhinterfragbar gute Errungenschaft moderner Staatlichkeit, nur weil die »sozial Schwachen « in der »freien Marktwirtschaft« ohne sie kein Auskommen haben. Vielmehr ist Sozial politik in Deutschland ein Armutszeugnis über die materielle Lebenslage der Lohnabhängigen, ein notwendig umstrittenes Funktionserfordernis im entwickelten Kapitalismus und zugleich ein Quell für ebenso viele wie falsche Erwartungen an den sozialen Staat.

VeranstalterIn: VSA Verlag
 
15:00 Uhr, Aktionsraum
Karl Voßkühler

Substanz und Differenz

Ein Gegenentwurf zu Laclau/Mouffe
Der Kapitalismus befi ndet sich seit 2008 in einer Systemkrise. Ernesto Laclau und Chantal Mouffe bestreiten jedoch, dass es einen Wesenskern des Kapitalismus gibt. Eine politische Entscheidung zu suchen, sei ein vergeblicher Versuch der „Schließung des Sozialen“. Das Buch kritisiert, dass Laclau/Mouffe das „automatische Subjekt“ (Marx) – also das Kapital – völlig übersehen, zu dessen Gunsten das „Soziale“ in der Tat „geschlossen“ ist.

VeranstalterIn: Neuer ISP Verlag
 
15:00 Uhr, Kind & Kegel
Markus und Eva Heizmann

Syrien - Ein Land im Widerstand

Mehr als ein Reisebericht
Niemand in Syrien beschreibt die Situation als «Bürgerkrieg », wie es westliche Medien gerne tun. Vielmehr machen die Menschen in Syrien von außen gesteuerte Terrorgruppen für den Krieg verantwortlich. Eva und Markus Heizmann haben in den letzten Jahren mehrere Reisen nach Syrien unternommen, u.a. um Hilfsgüter nach Syrien zu bringen.
In ihrem Buch berichten sie von ihren vielen Gesprächen mit Menschen aus allen gesellschaftlichen und religiösen Schichten, von ihren Begegnungen, ihrer Einschätzung der Lage und den Perspektiven.

VeranstalterIn: TuP Verlag in Kooperation mit der Arbeiterfotografie
 
16:00 Uhr, LAB
Nikolaus Brauns, Murat Cakir (Hg.)

Partisanen einer neuen Welt - Eine Geschichte der Linken und Arbeiterbewegung in der Türkei

Die Geschichte der Linken in der Türkei ist hierzulande weitgehend unbekannt – zu Unrecht. Denn sie birgt einen reichen Erfahrungsschatz an sozialen Kämpfen. Das Spektrum reicht von Streiks und Fabrikbesetzungen über den Guerillakampf bis zur Gezi-Park-Rebellion und der Bildung von Volksräten zur Selbstverwaltung. Doch sie dokumentiert auch Ignoranz und tragische Niederlagen.

VeranstalterIn: Die Buchmacherei
 
16:00 Uhr, Kleiner Saal
Hannes Hofbauer

Kritik der Migration

Wer profi tiert und wer verliert
Migration ist Ausdruck sozialer Ungleichheit im Weltmaßstab.
Ihre Folgen werden nun auch in den europäischen Zentralräumen – negativ – spürbar. Eine politische Antwort darauf scheint nur die Rechte zu haben, indem sie statt einer notwendigen Kritik an der Migration die Migranten zu Sündenböcken macht. Die Linke hingegen sträubt sich, den strukturell zerstörerischen Charakter von Wanderungsbewegungen zu erkennen. Eine Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkräften ist überfällig.

VeranstalterIn: Promedia Verlag
 
16:00 Uhr, Ideenreich
Werner Seppmann stellt vor: Elmar Treptow

Die Entfremdungstheorie bei Karl Marx

Eine dialektische Konkretisierung.
Die entfremdungstheoretischen Positionen nehmen bei Marx einen zentralen Platz ein – und zwar in allen seinen Werkphasen. Seit ihrer Tabuisierung durch den traditionellen Dogmatismus hat es wiederholte Versuche gegeben, die Entfremdungstheorie als „Abweichung" vom Kerngehalt seiner „reifen" ökonomischen Werke darzustellen und sich selbst des Entfremdungsbegriffs zu entledigen. Einem Vergleich mit der Entwicklung der Marx'schen Theorie hält diese Position jedoch nicht stand. Auch im „Kapital" ist die Entfremdungstheorie zentrales Element seines Denkens.

VeranstalterIn: Mangroven Verlag
 
16:00 Uhr, Aktionsraum
Claudia Pinl

Ein Cappuccino für die Armen

Kritik der Spenden- und Ehrenamtsökonomie
In vom Sozialabbau geschaffenen Nischen breiten sich eine Spendenindustrie und Freiwilligenarbeit aus: So können große Vermögen unangetastet bleiben und die Schuldenbremse eingehalten werden. Claudia Pinl wendet sich gegen die Rückkehr zum mittelalterlichen Mildtätigenwesen und plädiert für den Sozialstaat als Garant gesellschaftlichen Zusammenhalts.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
16:00 Uhr, Kind & Kegel
Initiative Mietenwahnsinn stoppen stellt vor: Lisa Vollmer

Strategien gegen Gentrifizierung

Die Einführung vereint zum ersten Mal eine Darstellung von gängigen Gentrifi zierungstheorien mit einer systematischen Übersicht über Strategien, die soziale Bewegungen gegen Gentrifi zierung gefunden haben. Damit ist sie nicht nur für AkademikerInnen von Interesse, sondern vor allem für diejenigen, die sich gegen ihre eigene Verdrängung oder die ihrer NachbarInnen wehren. Lisa Vollmer geht dem umkämpften Begriff Gentrifi zierung detailliert nach und zeichnet verschiedene Arten auf. Sie geht auch auf unterschiedliche Erklärungsansätze für Gentrifizierung ein.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
17:00 Uhr, LAB
Susann Witt-Stahl

Kriegspropaganda und Kulturindustrie

In der Unterhaltungskultur heute verdichtet sich (wieder) die Ästhetisierung der Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln durch pathetische Inszenierungen und in Hysterie kulminierende Massenbespaßung, die auch ein Indiz für die Faschisierung der westlichen Welt und Installation des militarisierten Kontrollstaates sind.

VeranstalterIn: Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur
 
17:00 Uhr, Kleiner Saal
Aktham Suliman

Krieg und Chaos in Nahost – Eine arabische Sicht

Aktham Suliman – von 2002-2012 Deutschlandchef vom weltbekannten arabischen Nachrichtensender Al Dschasira, wo er aus Protest gegen die zunehmende Einflussnahme Katars kündigte – ist seit Jahren als kritischer Experte bei TV-Runden zu Nahost-Themen zu Gast. In seinem Buch zeichnet er die Verbindungslinie zwischen Islamischem Staat, Arabischem Frühling, Irakkrieg, 11. September 2001 und Zweitem Golfkrieg. Er selbst sagt dazu: „Es geht in diesem Buch um eine arabische Sicht, nicht um eine westliche mit dem üblichen Islam-Kartoffelsalat am Ende.“

VeranstalterIn: Nomen Verlag
 
17:00 Uhr, Ideenreich
Franz Garnreiter

Gerechte Weltwirtschaft und Globalisierung: Geht das?

Workshop des Instituts für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V.
1. Was ist gerecht? Gerechtigkeit in der Konkurrenzwirtschaft
2. Kapitalistische Globalisierung: Womöglich marktgerecht - aber auch sozial gerecht?
3. Vernünftig gestaltete Globalisierung? --> Neue Wirtschaftsordnung nötig!

VeranstalterIn: ISW
 
17:00 Uhr, Aktionsraum
Renate Sattler

Kanadischer Sommer

Zu Gast bei Irokesen und Delaware
Der Roman ist das Tagebuch einer ungewöhnlichen Reise nach Kanada. Die Reisenden treten in den Hintergrund, da es ihnen darum geht, die Lebensverhältnisse, Kultur und Geschichte ihrer Gastgeber, der Mohawk am Sankt Lorenz Strom und der Delaware in Pennsylvania, zu schildern. Ergänzt wird das Tagebuch durch eine Erzählung, einen Sachteil zum Demokratiesystem der Irokesen und Fotos.

VeranstalterIn: Edition AV
 
17:00 Uhr, Kind & Kegel
René Arnsburg, Lucy Redler (Hg.)

Die Linke international.

Der Kampf um den Aufbau neuer linker Parteien auf drei Kontinenten.
Was haben Brasilien, die USA und Polen gemeinsam? Überall kämpfen SozialistInnen für den Aufbau von Massenparteien, die ein starkes Instrument zur Durchsetzung des Interesses der Beschäftigten sein sollen.
Die Entwicklungen seit der Weltwirtschaftskrise machen deutlich, dass die Rückschläge und Durchbrüche beim Aufbau neuer Arbeiterorganisationen nicht einfach einer zeitweiligen Konjunktur entsprechen, sondern in der Geschichte der Arbeiterklasse und ihrer Kämpfe verwurzelt sind.

VeranstalterIn: Manifest Verlag
 
18:00 Uhr, LAB
Lutz Taufer

Über Grenzen - Vom Untergrund in die Favela

Von der RAF in die Favela
Lutz Taufer hat seine Lebenserinnerungen vorgelegt.
Die Bilanz seines bewegten Lebens lautet - Ohne entschiedenes politisches Handeln lassen sich die versteinerten Verhältnisse, die für die große Masse der Menschen dieses Planeten keine Perspektive bieten, nicht verändern. Genauso gilt aber - Die Mittel des Widerstands müssen am Ziel einer befreiten Gesellschaft orientiert sein.
Und - Befreiung fängt an der Basis an.

VeranstalterIn: Assoziation A
 
18:00 Uhr, Kleiner Saal
Wolfgang Hien

Die Arbeit des Körpers

von der Hochindustrialisierung in Deutschland und Österreich bis zur neoliberalen Gegenwart
Hiens Buch versteht sich als transdisziplinärer Versuch, die Geschichte der Arbeit als philosophisch geleitete Körpergeschichte von der Moderne bis zur Postmoderne zu sehen.
Es ist eine Geschichte des ArbeiterInnenschutzes, doch nicht im Sinne einer Institutionen-, sondern im Sinne einer Alltagsgeschichte »von unten«.

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
 
18:00 Uhr, Ideenreich
Franz Semlinger, Bernd G. Bauske

Adam Scharrer: Vom Hirtenjungen zum Arbeiterschriftsteller

Adam Scharrer ist der bedeutendste und meistübersetzte Arbeiter- und Bauernschriftsteller, den das Nürnberger Land hervorgebracht hat. Trotzdem ist er in seiner Heimat quasi fast vergessen.
Im noch geteilten Deutschland ist es der Initiative heimatkundlich interessierter Enthusiasten zu verdanken, dass er aus dieser Vergessenheit gerissen wurde. Durch Franz Semlinger war es möglich, bisher noch nie in Deutschland oder gar auf Deutsch erschienene Werke Scharrers herauszubringen.

VeranstalterIn: Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen am Sand
 
18:00 Uhr, Aktionsraum
Mike Nagler, T. Eberhardt-Köster, W. Pohl (Hg.)

Wohnen ist ein Menschenrecht

Fortschrittliche Wohnungspolitik und was Kommunen dazu beitragen könnten.
Viele Menschen leiden – gerade in beliebten Großstädten – unter permanenten Mietpreissteigerungen. Günstige Wohnungen sind Mangelware. Menschen werden aus ihren Vierteln getrieben, in Randbezirke und damit aus ihrem Lebensumfeld gedrängt. Leerstände und Segregation nehmen zu. Wie könnte eine fortschrittliche Wohnungspolitik aussehen, die dem Ziel näherkommt, Wohnen als Menschenrecht und elementaren Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu behandeln?

VeranstalterIn: VSA Verlag
 
18:00 Uhr, Kind & Kegel
Lou Marin (Übersetzer) stellt vor: Nedjib Sidi Moussa

Wie Muslime erzeugt werden

Essay über die Konfessionalisierung und „Rassialisierung“ der sozialen Frage
Nedjib Sidi Moussa zieht eine Bilanz der ablaufenden sozialen Prozesse in Frankreich in den letzten fünfzehn Jahren. Er warnt vor der Verbreitung, und zwar in allen politischen Strömungen, eines identitären Wahns, durch den die ökonomischen und sozialen Brüche vernebelt werden.

VeranstalterIn: Alibri Verlag
 
19:00 Uhr, LAB
Beginn 19.15 Uhr (Umbaupause) - Ende 21:00 Uhr

Kulturveranstaltung: 50 Jahre nach dem Mai '68

Dominique Grange & Jacques Tardi - noch immer rebellisch, noch immer aufständisch!
„Gegen die Ausbeutung, den Profit, die Kriege, die Atomwirtschaft, den Rassismus, die Kolonisierung und die Apartheid.
Für die Verteidigung der Freiheiten, die soziale Gerechtigkeit, die Emanzipation der Bevölkerungsgruppen, die Rettung des Planeten und der Artenvielfalt...“
Das ist der rote Faden, der die politische Sängerin Dominique Grange und den Comic-Zeichner Jacques Tardi in ihrer Zusammenarbeit verbindet. Den Hintergrund ihrer Präsentation bilden engagierte Chansons von Dominique Grange vom Mai ’68 bis heute sowie Originalzeichnungen von Jacques Tardi. Beide waren Beteiligte und Zeugen dieses sozialen Frühlings von 1968 in Frankreich, der aber nur einige Wochen dauerte – und sie verlängern ihn hinein in eine Galaxie revolutionärer Bewegungen vor, während oder nach dem Mai ’68 auf allen Kontinenten.
Neuerscheinung: Graphic Novel mit eingelegter Vinyl-Schallplatte: Dominique Grange, Accordzéâm, Tardi: Chacun de vous est concerné (Jeder von uns ist gefragt; liegt bisher nur in frz. Sprache vor)

VeranstalterIn: Verlag Casterman
 
19:00 Uhr, Kleiner Saal
Ein Mitglied des Verteidiger*innen-Kollektivs

Solidarität mit der TKP/ML

ATIK und die Rote Hilfe stellen die neue Broschüre „Der TKP/ML-Prozess in München" vor.
Sie gibt einen Überblick über diesen politischen Schauprozess gegen Linke. Beschuldigt werden zehn türkisch/kurdische Genoss*innen. Sie sind nach §129b (Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung) angeklagt, ohne Straften begangen zu haben. Es referiert ein Mitglied des Verteidiger*innen-Kollektivs.

VeranstalterIn: Rote Hilfe Zeitung
 
19:00 Uhr, Ideenreich
André Scheer

Strategien der Konterrevolution in Lateinamerika

Es sind immer wieder dieselben Bilder, die hierzulande über die Lage in Lateinamerika verbreitet werden: »Friedliche« Massenproteste gegen die »autoritäre Regierung«, »brutale Unterdrückung« durch die Sicherheitskräfte – so im vergangenen Jahr in Venezuela oder 2018 in Nicaragua.
Auch wenn die Motive der Demonstranten und die Auslöser der Konflikte unterschiedlich sind – die Ereignisse weisen zu viele Parallelen auf, als dass man nur von Zufällen ausgehen kann.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt
 
19:00 Uhr, Aktionsraum
Gerd Stange (Übersetzer) stellt vor: Lucien Vassal

Fluchtpunkt Marseille

Eine Stadt, in der die Mehrheit Migrationshintergrund hat
Aus welchen Gründen sind Familien gezwungen, von einem Tag auf den anderen ihr Dorf, ihre Angehörigen, alles was ihr Leben bisher ausmachte, aufzugeben? Der Autor zeichnet die Wege der Flucht und des Leidens sowie die Ankunft in Marseille nach und entwirft damit ein Kaleidoskop nicht nur der Geschichte von Marseille, sondern der Kriege und
Katastrophen des 20. Jahrhunderts und deren Auswirkungen auf die kleinen Leute.

VeranstalterIn: Edition Contra-Bass
 
20:00 Uhr, Kleiner Saal
Uschi Grandel stellt vor: Kulturverein Baskale (Hg.)

Baskenland: Reisebuch Bilbao Bizkaia

Ein Reisebuch fürs Baskenland
Im Juli 2018 erschien der virtuelle Reiseführer „Baskenland:
Reisebuch Bilbao Bizkaia". Für die Autor/innen des baskisch-deutschen Kulturvereins Baskale aus Bilbao ist die Aufarbeitung des Faschismus und dessen deutsche Unterstützung genauso Thema wie die Entwicklung Bilbaos vom Stahl zum Tourismus. Die Autor/innen sind aktiv in den baskischen sozialen Bewegungen.

VeranstalterIn: Kulturverein Baskale
 
20:00 Uhr, Aktionsraum
Bruno Kern

Karl Marx. Ökonom – Redakteur – Philosoph

Anhand seiner Marx-Biografie zeigt Bruno Kern, dass der große Denker im Zeitalter der Ökologie aktueller denn je ist. Allerdings muss man zuerst den Schutt der vielen Verfälschungen seines Denkens wegräumen und auch Marx selbst von den Schlacken des 19. Jahrhunderts befreien.

VeranstalterIn: Weimarer Verlagsgesellschaft
 
20:00 Uhr, Kind & Kegel
ReferentIn der Zeitschrift Trotz Alledem

Revolution – gab es auch in diesem Lande!

Veranstaltung zur Novemberrevolution
1918 begann mit den Aufständen der Matrosenverbände in Kiel ein revolutionärer Prozess. Die Monarchie wurde gestürzt, die Republik ausgerufen. Die Unterdrückten hatten den Weltkrieg satt und gingen auf die Straßen, streikten. Der Verrat, ausgerechnet der SPD, die vier Jahre zuvor mit der Bewilligung der Kriegskredite Deutschlands Kriegsführung unterstützte, förderte die blutige Niederschlagung der Revolution in Deutschland. Unter der Federführung des SPDReichswehrministers Gustav Noske wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Freikorps-Militärs grausam ermordet.

VeranstalterIn: Zeitschrift Trotz Alledem
 
21:00 Uhr, Kleiner Saal
Christof Meueler, Franz Dobler (Hg.), erschienen bei Heyne

Die Trikont-Story

Lesung, Diskussion, Musik
»Die Trikont-Story« erzählt die Geschichte des ältesten Independentlabels Deutschlands aus München. Gegründet 1967 als linker Verlag mit der »Mao-Bibel« und dem »Bolivianischen Tagebuch« von Che Guevara. Die erste Platte erschien 1972 und hieß »Wir befreien uns selbst« – bis heute das Motto der Firma, die bislang 500 Alben veröffentlicht hat: Ringsgwandl, Hans Söllner, Attwenger, Black Country, Mariachi, Bernadette La Hengst oder Kofelgschroa

VeranstalterIn: Tageszeitung neues deutschland
 
21:00 Uhr, Ideenreich
Paul B. Kleiser stellt vor: Ernest Mandel

Karl Marx – Die Aktualität seines Werkes und Der Spätkapitalismus

Aus Anlass des 200. Geburtstages von Karl Marx erscheinen 2 Titel des belgischen Marxisten und Wirtschaftwissenschaftlers Ernest Mandel (1923-1995): · Karl Marx – Die Aktualität seines Werkes mit Beiträgen zu Kritik der Politischen Ökonomie, zu Marxens Verständnis von Emanzipation, Wissenschaft und Politik und zum Verhältnis von Marx und Engels zur Ökologie.
· Der Spätkapitalismus. Versuch einer marxistischen Erklärung in aktualisierter Form als Band 2 der Mandel Schriften.

VeranstalterIn: Neuer ISP Verlag
 
21:00 Uhr, Aktionsraum
Gregor Wakounig stellt vor: William Andrews

Die japanische Rote Armee Fraktion.

Mit einem Vorwort von Gregor Wakounig.
Die Stärke der japanischen Linken strahlte 1968 in die ganze Welt. Die Studierendengewerkschaft Zengakuren machte aus den japanischen Universitäten verbarrikadierte Stützpunkte und Ausbildungszentren des Klassenkrieges. Auf riesigen Demonstrationen kämpften tausende behelmte Studenten mit Stöcken gegen die Polizei. Bald galt der bewaffnete Kampf als beste Form der Propaganda: die Rote Armee Fraktion (Sekigun-ha) formierte sich.

VeranstalterIn: bahoe books
 

Sonntag, den 4. November 2018

12:00 Uhr, LAB
Malte Meyer

Lieber tot als rot

Gewerkschaften und Militär in Deutschland seit 1914
Deutsche Gewerkschaften: Teil der Friedensbewegung oder „Organe des imperialistischen Staates“, wie radikale Linke schon während des Ersten Weltkriegs meinten? Der Frage nach dem Verhältnis von Gewerkschaften und Militär wird anhand wichtiger historischer Stationen ebenso untersucht wie die gewerkschaftliche Alltagspraxis in Rüstungskonzernen. Beschäftigt wird sich auch mit Gewerkschaftsstatements zur Remilitarisierung deutscher Außenpolitik seit 1990.

VeranstalterIn: edition assemblage
 
12:00 Uhr, Kleiner Saal
Martin Balluch

Im Untergrund

Ein Tierrechtsroman nach wahren Begebenheiten
„Im Untergrund“ erzählt die Geschichte eines Aktivisten, der seine Karriere dem kompromisslosen Kampf für Tierrechte opfert und schließlich vor juristischer Verfolgung untertauchen muss. In spannenden Szenen dokumentiert der Roman gleichzeitig die mörderischen Auseinandersetzungen um Tierrechte im England der 1980er und 1990er Jahre.

VeranstalterIn: Promedia Verlag
 
12:00 Uhr, Ideenreich
Glenn Jäger

In den Sand gesetzt

Katar, die FIFA und die Fußball-WM 2022
Katar pflegt beste Kontakte zu Lichtgestalten aus Fußball, Wirtschaft und Politik. Im Westen erschien eine WM am Golf derart lukrativ, dass man früh darauf drängte, ins Geschäft zu kommen – und das bei profitablen Arbeitsbedingungen.
Glenn Jäger fragt nach Hintergründen einer »gekauften WM« und nach Möglichkeiten, wie die FIFA an die Leine zu nehmen ist.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
12:00 Uhr, Aktionsraum
Sylvia Köchl

Das Bedürfnis nach gerechter Sühne

Wege von "Berufsverbrecherinnen" in das Konzentrationslager Ravensbrück
Das Buch erzählt die Geschichten von acht »Berufsverbrecherinnen « - Abtreiberinnen und Diebinnen, die ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert wurden. Über diese Häftlingsgruppe ist fast nichts bekannt, es existieren keine Selbstzeugnisse. Anhand von Gerichtsakten arbeitet Sylvia Köchl ein unbekanntes Kapitel der NS-Geschichte auf. Mandelbaum Verlag

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
 
13:00 Uhr, LAB
Poetry Slam KünstlerInnen

Der Tinx Verlag präsentiert. Die Poetry Slam Show mit:

Adina Wilcke, (Wien): Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Freizeitpädagogin und Slam Poetin. Sie präsentiert ihr Pop Up Poetry Buch "Jetzt mach mal die Klappe auf". Felix Kaden, (Erlangen): Träger des Salzburger Kulturpreises ist Verleger, Veranstalter, Slam Poet und Dj. Er präsentiert sein Buch "Dekadente Wortkaskaden" und das Tinx Sortiment. Katja Reinhard, (Erlangen): Nachwuchspoetin, Praktikantin im Verlag. Sie präsentiert eigene Texte.

VeranstalterIn: Tinx Verlag
 
13:00 Uhr, Kleiner Saal
Lucius Teidelbaum

Die christliche Rechte in Deutschland

Strukturen, Feindbilder, Allianzen
Das Buch bietet einen profunden Überblick über Themen, Überzeugungen und Feindbilder der christlichen Rechten.
Die Darstellung rechtsklerikaler Strukturen, des parteipolitischen Engagements bis in Kleinstparteien hinein und der neueren Entwicklungen in einzelnen Landeskirchen runden das Bild ab.
Der Autor will eine ›leicht verständliche und aktuelle Einführung für Nichtkundige in dieses Thema‹ bieten.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
 
13:00 Uhr, Ideenreich
Andreas Hohmann stellt vor: Rodrigo Vescovi

Edelmütige Banditen

Piratenfrauen, die als Männer verkleidet Schiffe entern, ein Goldschürfer, der aus Rache Postkutschen überfällt, ein Anarchist der Belle Époque, welcher seine Vergehen vor einem Gericht verteidigt oder ein revolutionärer Enteigner, der das Franco-Regime in Spanien in Atem hält und Aktivisten in der Hippie-Ära, welche Nahrung stehlen, um sie zu verteilen, sind die Protagonisten, die mit ihren Geschichten diesen Comic füllen.

VeranstalterIn: Edition AV
 
13:00 Uhr, Aktionsraum
Lena Kreymann, Paul Rodermund (Hg.)

Eine Welt zu gewinnen

Marx, der Kapitalismus von heute und was wir tun können
Der Sammelband bietet Einsichten in das Leben und die Erkenntnisse von Karl Marx, eine Interpretation der Widersprüche unserer Zeit und wirft Schlaglichter auf Klassenkämpfe des 20. Jahrhunderts, etwa die Antifa-Strategie vor 1933 oder die 68er-Bewegung. Das Buch erschien anlässlich des Jubiläums „50 Jahre SDAJ“.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag & Position - das Magazin der SDAJ
 
13:00 Uhr, Kind & Kegel
Mario Pschera

Gärtnern im Kriegsgebiet. Männer, Frauen, LGBT, Kalaschnikows

Georgien ist ein Land voller Widersprüche. Russische Kolonie, erste sozialistische Republik, Geburtsland Stalins. Geburtsort widerständiger Literatur und einer lebendigen Musikszene, eine neoliberale Diktatur nach der Unabhängigkeit, russische Invasion, eine aggressive Kirche, Faschisten. Und eine literarische Szene, die alles aufmischt und für ein freies Georgien kämpft.

VeranstalterIn: Dagyeli Verlag
 
14:00 Uhr, LAB
Simon Sutterlütti

Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken

Der Weg zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft scheint verstellt. Vorstellungen von Reform und Revolution und die hoffnungsvollen Utopien Sozialismus und Kommunismus sind für viele verloren. Ist der Raum der Hoffnung also verschlossen? Mithilfe zweier neuer Theorieansätze möchten die Autoren diesen Raum wieder öffnen. Dabei stehen folgende Fragen im Raum, die zur Diskussion stehen: Sind wir Menschen zu einer freien Gesellschaft fähig? Und wie könnte diese grundlegend organisiert sein?

VeranstalterIn: VSA Verlag
 
14:00 Uhr, Kleiner Saal
Astrid Schmeda

Im Schatten der Zypressen

Konflikte in Projekten um Kinder, Macht und Eigentum
Nela und Philipp zieht es mit Ende fünfzig noch einmal fort, in die Provence, nach Südfrankreich. Zuvor haben sie mit ihren drei Kindern in gemeinschaftlichen Projekten gelebt. Ihr Projekt mit Freunden in Südfrankreich scheitert schon bei der Ankunft. Als sie sich für einen restaurierungsbedürftigen Hof entscheiden, bemerken sie nach und nach, warum dieser so lange leer gestanden hat. Die Konflikte mit den Einheimischen weiten sich zu einem Alptraum aus, der sie krank macht…

VeranstalterIn: Edition Contra-Bass
 
14:00 Uhr, Ideenreich
Claus Kristen

Ein Leben in Manneszucht: Von Kolonien und Novemberrevolution. 'Städtebezwinger' Georg Maercker

Im Jahr 2018 jährt sich die Novemberrevolution zum einhundertsten Mal. Zu diesem Anlass liegt nun eine umfassende Biografie des «Städtebezwingers» und Freikorpsführers Georg Maercker vor, der als eine zentrale Figur der Konterrevolution gilt. Das Buch stellt die Verbindung zwischen Kolonialgeschichte und Novemberrevolution her, eröffnet Ausblicke auf die Entstehungsbedingungen des Nationalsozialismus und schlägt die Brücke zu den wachsenden nationalistischen Tendenzen der Gegenwart.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
14:00 Uhr, Aktionsraum
Kathrin Glösel, Hanna Lichtenberg

Unbeugsam & Unbequem

Debatten über Handlungsräume und Strategien gegen die extreme Rechte
Das Buch zeigt antifaschistische, widerständige Praxen auf und diskutiert anhand von sechs konkreten Politikfeldern Strategien, um eine handlungsfähige Gegenöffentlichkeit gegenüber der erstarkenden extremen Rechten zu schaffen.
Dabei werden rechtliche, mediale, aktionistische sowie politstrategische Möglichkeiten gemeinsam mit Akteur*innen besprochen. Im Zentrum steht die Frage, wie widerständige Strategien entwickelt und der modernisierten extremen Rechten praktisch entgegengetreten werden kann.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
 
14:00 Uhr, Kind & Kegel
Gisela Notz (Hg.)

Wegbereiterinnen

Berühmte, und zu Unrecht vergessene Frauen aus der Geschichte
Ein Nachschlagewerk über bekannte, aber auch über zu Unrecht vergessene Frauen, die zwischen den Welten gewandert sind und zeitlebens keine Ruhe geben wollten. Sie kämpften für eine bessere, friedliche Welt. Zahlreiche HistorikerInnen und an Geschichte interessierte Frauen und einige Männer stellen 192 Frauen vor und skizzieren deren Leben und Wirken.

VeranstalterIn: AG Spak
 

ACHTUNG neuer Veranstaltungsort. Mehr auf den Seiten von "Kulturwerkstatt Auf AEG"